Hauptmenü

Hinweise zur Methodenauswahl

Ein gelingender Beteiligungsprozess und ein gutes Ergebnis benötigen passend ausgewählte Methoden und Instrumente.

Ein gelingender Beteiligungsprozess und ein gutes Ergebnis benötigen passend ausgewählte Methoden und Instrumente.

Werktisch eines Stukkateurs Werktisch eines Stukkateurs

Die vielen bekannten und weniger bekannten Methoden zur Bürgerbeteiligung haben alle Vor- und Nachteile.  Manches taugt für ein einmaliges Ereignis, anderes für einen langfristig angelegten Prozess. Manches eignet sich für Kleingruppen, anderes für eine ganze Stadt. Manches lässt sich nur mit professionellen Vorkenntnissen anwenden, anderes ist leicht nachzumachen. Folgende Fragen helfen bei der Auswahl:

  • Was soll erreicht werden? Um welches Anliegen, welches Ziel geht es?
  • Welche Festlegungen sind schon getroffen? Welche offenen Fragen sollen Gegenstand der Beteiligung sein?
  • Welche Verbindlichkeit sollen die Beteiligungsergebnisse für die Verantwortlichen haben?
  • Wer soll dabei sein? Ist die Zielgruppe eingeschränkt (z. B. auf unmittelbar Betroffene, auf eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe)?
  • Wieviel Aktivität ist gefragt? Sollen die Zielgruppen einmal ihre Meinung sagen oder dauerhaft aktiv werden?
  • Was ist personell und finanziell überhaupt machbar?
  • Generell gilt: Weniger ist oft mehr!
Werktisch eines Stukkateurs
Werktisch eines Stukkateurs
© MIL, H.-J. Stricker

Die vielen bekannten und weniger bekannten Methoden zur Bürgerbeteiligung haben alle Vor- und Nachteile.  Manches taugt für ein einmaliges Ereignis, anderes für einen langfristig angelegten Prozess. Manches eignet sich für Kleingruppen, anderes für eine ganze Stadt. Manches lässt sich nur mit professionellen Vorkenntnissen anwenden, anderes ist leicht nachzumachen. Folgende Fragen helfen bei der Auswahl:

  • Was soll erreicht werden? Um welches Anliegen, welches Ziel geht es?
  • Welche Festlegungen sind schon getroffen? Welche offenen Fragen sollen Gegenstand der Beteiligung sein?
  • Welche Verbindlichkeit sollen die Beteiligungsergebnisse für die Verantwortlichen haben?
  • Wer soll dabei sein? Ist die Zielgruppe eingeschränkt (z. B. auf unmittelbar Betroffene, auf eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe)?
  • Wieviel Aktivität ist gefragt? Sollen die Zielgruppen einmal ihre Meinung sagen oder dauerhaft aktiv werden?
  • Was ist personell und finanziell überhaupt machbar?
  • Generell gilt: Weniger ist oft mehr!

Einige Beispiele:

Aktivierende Befragungen – geeignet, um einen längerfristigen Prozess einzuleiten und viel über ein Planungsgebiet zu erfahren. In Organisation und Durchführung aufwändiges Verfahren, Anzahl der Angesprochenen hängt von den Ressourcen ab. Wichtig: Das aktivierte Engagement braucht einen Anlaufpunkt.

Barcamp – ein auf digitale Technik und Kreativität  der (meist jungen) Teilnehmenden gestütztes Tagungsformat, als offener Rahmen für Diskussionen, Workshops, Präsentationen, Übungen. Dabei hat jede beteiligte Person einen aktiven Part im Rahmen von parallel stattfindenden Sitzungen. Mehr dazu im „Leitfaden JugendBarCamp“.

Bürgergutachten – als gebündelte Meinung von Bürgerinnen und Bürgern zu bestimmten Sachverhalten hilfreich als Vorbereitung bestimmter politischer Entscheidungen oder als Ergänzung zu einer Wettbewerbsauslobung. 20-100 Beteiligte, die zufällig ausgewählt werden sollten – z. B. Ziehung über das Melderegister. Wichtig: Viel externe Unterstützung.

Charette – ein in kleine Schritte gegliederter Planungsprozess, der in den öffentlichen Raum verlegt wird (z. B. in einen Wagen, frz. Charette, aber auch in ein leerstehendes Ladenlokal). Planer, Unternehmer, Projektentwickler und weitere Entscheidungsträger treiben mit den Betroffenen und Beteiligten gemeinsam die Planung voran. Keine Mindest- oder Maximalteilnehmerzahl. Wichtig: Alle Entscheider sind dabei.

Internet-Forum – durch Moderatoren zu betreuender Baustein der E-Partizipation, dessen Teilnehmer zu bestimmten Fragestellungen Kommentare abgegeben und auf Stellungnahmen anderer reagieren. Wichtig: Verknüpfung mit einem realen Entscheidungsverfahren.

MaerkerPlus – Das Brandenburg-weite Online-Hinweisportal ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, Anliegen vorzubringen, die von den zuständigen Verwaltungen schnell und unkompliziert bearbeitbar sind. Mit dem 2018 neu eingeführten Baustein „Diskussionsthemen“ können Gemeinden der Einwohnerschaft einen Online-Dialog zu klar definierten Themen anbieten.

Mediation – Vermittlungsverfahren, immer dann hilfreich, wenn Konflikte sich festzufahren drohen. Mit Unterstützung eines ausgebildeten Mediators erarbeiten die Beteiligten eine Lösung, die alle Bedürfnisse berücksichtigt. Wichtig: Die gefundene Lösung wird von allen als verbindlich akzeptiert.

Planning for Real – ein gemeinwesenorientiertes und mobilisierendes Planungsverfahren. Eine Gruppe baut ein Modell ihres Ortes nach dem Ist-Zustand, welches an verschiedenen Plätzen in der Nachbarschaft gezeigt wird. Auf einer Ereignisveranstaltung werden Defizite und Ressourcen des Ortes und die Talente der Beteiligten ermittelt. Arbeitsgruppen erstellen Aktionspläne zur zeitnahen Umsetzung. Planning for Real bietet den Menschen die Möglichkeit, real auf die Entwicklung ihres Lebensumfeldes Einfluss zu nehmen und dabei selbst aktiv zu werden. 

Planungswerkstatt – ein- bis mehrtägige Veranstaltung, die im Dialog zwischen Nutzern und Planern Gestaltungs- und Lösungsmöglichkeiten zum Ziel hat, die anschließend aufgearbeitet werden. „Lokaler“ und „fachlicher“ Sachverstand ergänzen sich. Wichtig: Kreative Methoden und Ergebnisoffenheit!

Speed Dating – schneller Austausch in Zweiergruppen zu einem vorgegebenen Thema, klappt auch mit Kindern und Jugendlichen! Nach wenigen Minuten wechseln Gesprächspartner und ggf. Fragestellung. Geeignet zur Stimmungserkundung und Ideensammlung, weniger zur Entscheidungsfindung. Wichtig: Ergebnisse gut dokumentieren.

Stadtforum – meist langfristig angelegte, von der Verwaltung oder der Bürgerschaft initiierte Austauschplattform zu Themen der Stadtentwicklung. Wichtig: professionelle Begleitung und weitere Befassung mit den Ergebnissen.

World Café – mittlerweile in zahlreichen Varianten bekanntes Austauschformat, dessen Teilnehmer in kleinen Gruppen – Caféhaustischen – vorgegebene Fragestellungen erörtern. Dokumentation der Ergebnisse auf Papiertischdecken. Wichtig: Die richtigen Fragestellungen.

Methoden von A-Z finden sich z. B. im elektronischen Wegweiser Bürgergesellschaft der Stiftung Mitarbeit oder auf den Seiten für Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa.

Aktivierende Befragungen – geeignet, um einen längerfristigen Prozess einzuleiten und viel über ein Planungsgebiet zu erfahren. In Organisation und Durchführung aufwändiges Verfahren, Anzahl der Angesprochenen hängt von den Ressourcen ab. Wichtig: Das aktivierte Engagement braucht einen Anlaufpunkt.

Barcamp – ein auf digitale Technik und Kreativität  der (meist jungen) Teilnehmenden gestütztes Tagungsformat, als offener Rahmen für Diskussionen, Workshops, Präsentationen, Übungen. Dabei hat jede beteiligte Person einen aktiven Part im Rahmen von parallel stattfindenden Sitzungen. Mehr dazu im „Leitfaden JugendBarCamp“.

Bürgergutachten – als gebündelte Meinung von Bürgerinnen und Bürgern zu bestimmten Sachverhalten hilfreich als Vorbereitung bestimmter politischer Entscheidungen oder als Ergänzung zu einer Wettbewerbsauslobung. 20-100 Beteiligte, die zufällig ausgewählt werden sollten – z. B. Ziehung über das Melderegister. Wichtig: Viel externe Unterstützung.

Charette – ein in kleine Schritte gegliederter Planungsprozess, der in den öffentlichen Raum verlegt wird (z. B. in einen Wagen, frz. Charette, aber auch in ein leerstehendes Ladenlokal). Planer, Unternehmer, Projektentwickler und weitere Entscheidungsträger treiben mit den Betroffenen und Beteiligten gemeinsam die Planung voran. Keine Mindest- oder Maximalteilnehmerzahl. Wichtig: Alle Entscheider sind dabei.

Internet-Forum – durch Moderatoren zu betreuender Baustein der E-Partizipation, dessen Teilnehmer zu bestimmten Fragestellungen Kommentare abgegeben und auf Stellungnahmen anderer reagieren. Wichtig: Verknüpfung mit einem realen Entscheidungsverfahren.

MaerkerPlus – Das Brandenburg-weite Online-Hinweisportal ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, Anliegen vorzubringen, die von den zuständigen Verwaltungen schnell und unkompliziert bearbeitbar sind. Mit dem 2018 neu eingeführten Baustein „Diskussionsthemen“ können Gemeinden der Einwohnerschaft einen Online-Dialog zu klar definierten Themen anbieten.

Mediation – Vermittlungsverfahren, immer dann hilfreich, wenn Konflikte sich festzufahren drohen. Mit Unterstützung eines ausgebildeten Mediators erarbeiten die Beteiligten eine Lösung, die alle Bedürfnisse berücksichtigt. Wichtig: Die gefundene Lösung wird von allen als verbindlich akzeptiert.

Planning for Real – ein gemeinwesenorientiertes und mobilisierendes Planungsverfahren. Eine Gruppe baut ein Modell ihres Ortes nach dem Ist-Zustand, welches an verschiedenen Plätzen in der Nachbarschaft gezeigt wird. Auf einer Ereignisveranstaltung werden Defizite und Ressourcen des Ortes und die Talente der Beteiligten ermittelt. Arbeitsgruppen erstellen Aktionspläne zur zeitnahen Umsetzung. Planning for Real bietet den Menschen die Möglichkeit, real auf die Entwicklung ihres Lebensumfeldes Einfluss zu nehmen und dabei selbst aktiv zu werden. 

Planungswerkstatt – ein- bis mehrtägige Veranstaltung, die im Dialog zwischen Nutzern und Planern Gestaltungs- und Lösungsmöglichkeiten zum Ziel hat, die anschließend aufgearbeitet werden. „Lokaler“ und „fachlicher“ Sachverstand ergänzen sich. Wichtig: Kreative Methoden und Ergebnisoffenheit!

Speed Dating – schneller Austausch in Zweiergruppen zu einem vorgegebenen Thema, klappt auch mit Kindern und Jugendlichen! Nach wenigen Minuten wechseln Gesprächspartner und ggf. Fragestellung. Geeignet zur Stimmungserkundung und Ideensammlung, weniger zur Entscheidungsfindung. Wichtig: Ergebnisse gut dokumentieren.

Stadtforum – meist langfristig angelegte, von der Verwaltung oder der Bürgerschaft initiierte Austauschplattform zu Themen der Stadtentwicklung. Wichtig: professionelle Begleitung und weitere Befassung mit den Ergebnissen.

World Café – mittlerweile in zahlreichen Varianten bekanntes Austauschformat, dessen Teilnehmer in kleinen Gruppen – Caféhaustischen – vorgegebene Fragestellungen erörtern. Dokumentation der Ergebnisse auf Papiertischdecken. Wichtig: Die richtigen Fragestellungen.

Methoden von A-Z finden sich z. B. im elektronischen Wegweiser Bürgergesellschaft der Stiftung Mitarbeit oder auf den Seiten für Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa.