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Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

„Wann bekommen die Skater endlich einen Platz, auf welchem sie ungestört und gefahrlos fahren können? Warum gibt es im Stadtkern keinen öffentlichen Treffpunkt für Jugendliche? Warum kann der Jugendclub am Abend nicht länger offen bleiben? Wie könnte die Verwaltung ein Open-Air-Festival für Nachwuchsbands unterstützen? Warum fahren in den Ortsteilen so wenig Busse?“
(Quelle: www.jugendbeteiligung-brandenburg.de)

„Wann bekommen die Skater endlich einen Platz, auf welchem sie ungestört und gefahrlos fahren können? Warum gibt es im Stadtkern keinen öffentlichen Treffpunkt für Jugendliche? Warum kann der Jugendclub am Abend nicht länger offen bleiben? Wie könnte die Verwaltung ein Open-Air-Festival für Nachwuchsbands unterstützen? Warum fahren in den Ortsteilen so wenig Busse?“
(Quelle: www.jugendbeteiligung-brandenburg.de)

Stolze Stadtentdecker präsentieren ihre Konzeptvorschläge in Luckenwalde Stolze Stadtentdecker präsentieren ihre Konzeptvorschläge in Luckenwalde

Die Fragen – so oder so ähnlich von vielen Kindern und Jugendlichen gestellt – zeigen: Die gebaute Umwelt muss zentrale Orientierungspunkte für junge Menschen bieten. Die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen an ihrer Gestaltung ist deswegen mehr als eine Spielwiese: Wo sie sich ernst genommen fühlen, sind sie als Erwachsene viel eher bereit, sich für einen Ort und eine Sache zu engagieren. Brandenburgs Kommunalverfassung verpflichtet die Gemeinden, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben zu beteiligen, die deren Interessen berühren.

„Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist kein Luxus, sondern für unsere Demokratie und das Leben in einem demokratischen Staat unerlässlich. Ohne Engagement der Menschen in unserer Gesellschaft gibt es keine Demokratie. Doch demokratisches Verhalten muss gelernt werden, engagierte Bürger fallen nicht vom Himmel.“ (Prof. Dr. Waldemar Stange, Bildungsforscher an der Leuphana Universität Lüneburg).

Stolze Stadtentdecker präsentieren ihre Konzeptvorschläge in Luckenwalde
Stolze Stadtentdecker präsentieren ihre Konzeptvorschläge in Luckenwalde
© MIL, H.-J. Stricker

Die Fragen – so oder so ähnlich von vielen Kindern und Jugendlichen gestellt – zeigen: Die gebaute Umwelt muss zentrale Orientierungspunkte für junge Menschen bieten. Die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen an ihrer Gestaltung ist deswegen mehr als eine Spielwiese: Wo sie sich ernst genommen fühlen, sind sie als Erwachsene viel eher bereit, sich für einen Ort und eine Sache zu engagieren. Brandenburgs Kommunalverfassung verpflichtet die Gemeinden, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben zu beteiligen, die deren Interessen berühren.

„Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist kein Luxus, sondern für unsere Demokratie und das Leben in einem demokratischen Staat unerlässlich. Ohne Engagement der Menschen in unserer Gesellschaft gibt es keine Demokratie. Doch demokratisches Verhalten muss gelernt werden, engagierte Bürger fallen nicht vom Himmel.“ (Prof. Dr. Waldemar Stange, Bildungsforscher an der Leuphana Universität Lüneburg).

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Teilhabe

... und ein Recht darauf, dabei unterstützt zu werden. Die Schwelle, die junge Menschen hier zu überwinden haben, ist höher als bei Erwachsenen, und sie brauchen Gelegenheiten, sich die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur aktiven Beteiligung anzueignen:

  • Für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen können in der Verwaltung konkrete Ansprechpersonen benannt werden.
  • Schulprojekte wie „Die Stadtentdecker“ können Kinder und Jugendliche mit ihrer gebauten Umgebung vertraut machen. Die jungen Menschen werden im Rahmen dieser Projekte auch ermutigt, eigene Vorstellungen zu entwickeln und ihre Ideen und Konzepte in der städtischen Öffentlichkeit vorzustellen.
  • Planungsverfahren können so gestaltet werden, dass sie speziell Kinder und Jugendliche erreichen, z. B. durch die Einbeziehung von "jungen Experten" aus Schulen und Kindergärten.
  • Mit städtisch organisierten Aktionsfonds lassen sich Vorhaben fördern, die Jugendliche selbst entwickelt und umgesetzt haben: z.B. der Umbau einer Freifläche zum Skatepark oder die Ausstattung einer Brachfläche mit mobilen Sportgeräten, aber auch die Nutzung von Innenstadträumen und Plätzen für neue Trendsportarten. Dafür ist wenig Geld nötig!
  • Auch Kinder- und Jugendparlamente oder Jugendbeiräte sind konkrete Beteiligungsmöglichkeiten. Sie vertreten die Belange ihrer Altersgenossen gegenüber Politik und Verwaltung und üben damit zugleich Beteiligung ein.

... und ein Recht darauf, dabei unterstützt zu werden. Die Schwelle, die junge Menschen hier zu überwinden haben, ist höher als bei Erwachsenen, und sie brauchen Gelegenheiten, sich die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur aktiven Beteiligung anzueignen:

  • Für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen können in der Verwaltung konkrete Ansprechpersonen benannt werden.
  • Schulprojekte wie „Die Stadtentdecker“ können Kinder und Jugendliche mit ihrer gebauten Umgebung vertraut machen. Die jungen Menschen werden im Rahmen dieser Projekte auch ermutigt, eigene Vorstellungen zu entwickeln und ihre Ideen und Konzepte in der städtischen Öffentlichkeit vorzustellen.
  • Planungsverfahren können so gestaltet werden, dass sie speziell Kinder und Jugendliche erreichen, z. B. durch die Einbeziehung von "jungen Experten" aus Schulen und Kindergärten.
  • Mit städtisch organisierten Aktionsfonds lassen sich Vorhaben fördern, die Jugendliche selbst entwickelt und umgesetzt haben: z.B. der Umbau einer Freifläche zum Skatepark oder die Ausstattung einer Brachfläche mit mobilen Sportgeräten, aber auch die Nutzung von Innenstadträumen und Plätzen für neue Trendsportarten. Dafür ist wenig Geld nötig!
  • Auch Kinder- und Jugendparlamente oder Jugendbeiräte sind konkrete Beteiligungsmöglichkeiten. Sie vertreten die Belange ihrer Altersgenossen gegenüber Politik und Verwaltung und üben damit zugleich Beteiligung ein.
Kinderbild

Kinderbild
© Marleen Stegmann, Kunstschule Potsdam

Hinweise für öffentliche Beteiligungsverfahren:

  • Nehmen Sie Kinder und Jugendliche genauso ernst wie Erwachsene! Kinder- und Jugendbeteiligung sollte kein pädagogisches Testfeld sein, sondern Einflussnahme ermöglichen. So bekommen die Kinder und Jugendlichen auch für die weitere Zukunft Lust an der Mitwirkung als Bürgerin oder Bürger.
  • Arbeiten Sie mit Schulen und Vereinen und nutzen Sie die große Breite der städtischen Verwaltung! Wenn sich die Planer mit den verantwortlichen Fachleuten zusammentun, ist zwar mehr Abstimmung erforderlich – aber dafür kommt auch ein Mehrwert beim Ergebnis heraus.
  • Binden Sie externen Sachverstand ein, etwa die Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Brandenburg e.V. und die Landesstelle für Demokratische Jugendbeteiligung.
  • Nehmen Sie Kinder und Jugendliche genauso ernst wie Erwachsene! Kinder- und Jugendbeteiligung sollte kein pädagogisches Testfeld sein, sondern Einflussnahme ermöglichen. So bekommen die Kinder und Jugendlichen auch für die weitere Zukunft Lust an der Mitwirkung als Bürgerin oder Bürger.
  • Arbeiten Sie mit Schulen und Vereinen und nutzen Sie die große Breite der städtischen Verwaltung! Wenn sich die Planer mit den verantwortlichen Fachleuten zusammentun, ist zwar mehr Abstimmung erforderlich – aber dafür kommt auch ein Mehrwert beim Ergebnis heraus.
  • Binden Sie externen Sachverstand ein, etwa die Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Brandenburg e.V. und die Landesstelle für Demokratische Jugendbeteiligung.